Serenadenkonzert: eine Freude für Zuhörer und Musiker

Spontanität und Kreativität – zwei Eigenschaften, die in den vergangenen Pandemie-Monaten häufig gefordert waren. So auch beim Serenadenkonzert des Musikvereins Runkel Ende September. Ursprünglich als Open-Air-Konzert im Schatten der Burg geplant, machte das Wetter diesem Vorhaben in letzter Minute einen Strich durch die Rechnung. Doch die Probearbeit der vergangenen Wochen sollte nicht vergebens sein: Kurzerhand überließ der am Frühstückstisch mit der Anfrage überfallene Bürgermeister Michel Kremer dem Verein die Stadthalle als Veranstaltungsort.

Innerhalb weniger Stunden setzen die Aktiven des Vereins alle Hebel in Bewegung und verwandelten die Stadthalle mit Hilfe von Veranstaltungstechniker Sascha Schuster zu einem Konzertsaal in herbstlichem Ambiente. Selbstverständlich stellten Vereinsmitglieder an diesem Wochenende nicht nur ihr kreatives Geschick unter Beweis, sondern vor allem ihr musikalisches Können, dem die monatelagen Konzertpause keinen Abbruch getan hatte. In rund anderthalb Stunden nahmen die etwa 40 Musikerinnen und Musiker die zahlreich erschienenen Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine musikalische Reise durch verschiedene Jahrzehnte, Länder und Musikstile.

Unterhaltsam und informativ führte Petra Haub durch das kurzweilige Programm aus liebgewonnen Evergreens und neu eingeübten Liedern. Modernere Stücke wie ein Medley aus Eric Clapton Songs, dem „Tabaluga-Lied“ Nessaja von Peter Maffay oder Michael Jacksons Popballade „Heal the World“ ergänzten sich wunderbar mit klassischeren Märschen wie „Abel Tasman“, „Hoch Heidecksburg“ oder dem portugiesischen Marsch „O Vitinho“ und sorgten für ein abwechslungsreiches Programm.

Zuhörern wie Musikern war während der Veranstaltung und danach deutlich anzumerken, wie sehr sie alle dieses Konzert nach der langen Zwangspause genossen hatten. In diesem Sinne bedankt sich der Musikverein bei allen Zuhörerinnen und Zuhörern sowie bei allen Helferinnen und Helfern für das gelungene Konzerterlebnis und lädt – sofern es die Pandemie-Bedingungen zulassen – schon jetzt ein zum Adventskonzert am 19. Dezember.